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Saison 2017

2017-12-05 BNN

Große Schritte für „neues“ Waldseebad

Gemeinderat vergibt die Architektenleistungen

Hochwasserschutz: Planung gestern Abend vorgestellt

Von BNN Thomas Dorscheid

Gaggenau. Von „zwei großen Schritten zur Umsetzung des ganzen Vorhabens“ sprach gestern Abend in der Sitzung des Gemeinderats Dorothea Maisch (CDU). Das „ganze Vorhaben“ ist der notwendige Umbau des Waldseebades; die beiden Schritte bestehen in der einstimmigen Kenntnisnahme der geänderten Planung zum notwendigen Hochwasserschutz sowie in der Vergabe der Architekten- und Ingenieurleistungen für den Badumbau (hier: eine Enthaltung).

Für diese Planungsleistungen insgesamt kalkuliert die Stadt mit rund 1,5 Millionen Euro; der Naturbadteil (und die Planungsoberaufsicht) wurde an das Büro Hardy Gutmann (Höchenschwand) vergeben, mit der Planung des technischen Bades ist die Pforzheimer IGP Ingenieurgesellschaft für Technische Ausrüstung beauftragt worden.

Für die FWG erneuerte ihr Sprecher Ferdinand Hurrle deren Grundsatzkritik an einem Naturbad: Man werde den weiteren Prozess „wohlwollend kritisch“ begleiten, gleichwohl seien die Bedenken hinsichtlich eines Naturbades weiterhin nicht ausgeräumt. Beispielsweise sei die vorgesehene Doppelfilteranlage wieder etwas Neues, meldete Hurrle seine Skepsis an. Gerd Pfrommer (SPD) und Eric Peplau (Grüne) sprachen die hohen Kosten für die Planungsleistungen an.

Zuvor hatte Peter Kirsamer vom Fachbüro Wald & Corbe die aktuelle Planung für den notwendigen Hochwasserschutz im Waldseebad vorgestellt. Um die (vorgeschriebene) ökologische Durchgängigkeit des Traischbachs zu erhalten, wird im Bad der Bach mit geringer Wasserhöhe in einem offenen Graben fließen; gleichzeitig wird für Hochwasserabflüsse eine Verdolung (mit Einlauf- und Auslaufbauwerk) errichtet werden – Kosten zusammen: rund 1,9 Millionen Euro. Für den offenen Bachlauf gibt es zwei Varianten; eine führt eng an der Beckenseite, wo es keine Liegewiese gibt, vorbei. Bis zum Frühjahr soll die wasserrechtliche Genehmigung vorliegen; nach der Ausschreibung könnte im September die Vergabe für die Baumaßnahme erfolgen.


Das „neue“ Waldseebad


Im Mai diesen Jahres haben Stadtverwaltung und Gemeinderat die Grundzüge für das „neue“ Waldseebad beschlossen. Hier noch einmal die Eckpfeiler: Das Bad wird ein Mischbad; das heißt Naturbad (rund 2 100 Quadratmeter Wasserfläche, das ist etwa halb so viel wie bisher) und Technikbecken (etwa 700 Quadratmeter Wasserfläche) werden an einem Standort, aber in getrennten Becken zusammengeführt.

www.bnn.de

 

2017-12-01 BT

Es geht voran

Waldseebad zweimal Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung

Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Ein reines Naturbad wird es nach dem Umbau des Waldseebads bekanntlich nicht mehr geben. Stattdessen sind an gleicher Stelle ein Naturbad und ein technisches Bad (mit Chlorwasser) vorgesehen. Der Gemeinderat soll in seiner Sitzung am Montag die Architekten-/Ingenieurleistungen vergeben.

bt01122017Bild: Still ruht das Waldseebad. Und dabei handelt es sich nicht um die jahreszeitübliche Winterpause. Foto: Jahn

Da die Honorare der Architekten- und Ingenieurleistungen für die Planung zum Umbau des Waldseebads über dem EU-Schwellenwert (derzeit netto 209000 Euro) liegen, war eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Für die Planung des Naturbads gingen zwei sowie für das technische Bad drei Bewerbungen ein. Bei beiden erfüllte laut Stadtverwaltung jeweils ein Bewerber nicht die Eignungskriterien. Vorgeschlagen wird jetzt, ein Unternehmen aus Höchenschwand mit den Planungen für das Naturbad und für das technische Bad ein Unternehmen aus Pforzheim zu beauftragen.

Die Höhe des jeweiligen Honorars könne noch nicht konkret benannt werden, da dies abhängig sei von den späteren Baukosten. Nach sehr groben Schätzungen würde das Naturbad 3,5 Millionen Euro und das technische Bad 2,3 Millionen Euro kosten.

Ursache für die derzeitige Schließung des Waldseebads war das Starkregenereignis am 12. Juni 2016. Seinerzeit trat der Traischbach im Bereich der Freizeiteinrichtung über die Ufer und überflutete das Schwimmbecken. Dabei entstanden erhebliche Schäden am Bad und an der biologischen Wasseraufbereitung. Das Waldseebad konnte seitdem nicht mehr in Betrieb genommen werden. Notwendig ist für einen Dauerbetrieb des Bads eine deutliche Reduzierung der Hochwassergefährdung durch den Traischbach und seinen Seitenzufluss.

Eine in Auftrag gegebene Flussgebietsuntersuchung sieht eine deutliche Aufweitung der Traischbachverdolung vor, ebenso größere Dimensionierungen im Bereich des Parkplatzes und des Seitenzuflusses. Bei der Wahl der Abflussquerschnitte wurde "die erforderliche Rohrdimension gewählt, die unter hydraulischen Gesichtspunkten erforderlich ist", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Außerdem wurde bei Abstimmungsgesprächen mit der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts eine ökologische Durchgängigkeit gefordert, die nur durch die Durchleitung des Mittelwasserabflusses in einem offenen Bachlauf durch das Schwimmbadgelände erfolgen könne. Der Hochwasserabfluss erfolge über die neue Verdolung. Eine vollständige Offenlegung des Bachlaufs, der für den Hochwasserabfluss dimensioniert ist, sei aus Platzgründen nicht möglich, betont die Stadtverwaltung. Ebenso sei "die Herstellung der Durchgängigkeit in einem vollständig verrohrten Bachlauf" nicht realisierbar.

Dem Gemeinderat wird die aktuelle Planung in seiner Sitzung am 4. Dezember vom Ingenieurbüro Wald & Corbe vorgestellt.

www.badisches-tagblatt.de

 

2017-12-05 BT

Deutlich teurer als bislang erhofft

Hochwasserschutz für das Waldseebad: Geplante Kosten drohen sich zu verdoppeln

Gaggenau (tom) - Der Hochwasserschutz wird teuer als angenommen für das Waldseebad. Das wurde gestern Abend im Gemeinderat deutlich. Da die bisherige Traischbach-Verdolung nicht den Anforderungen entspricht, muss aufgerüstet werden. Denn maßgeblich sind die Werte bei einem 100-jährlichen Starkregen beziehungsweise Hochwasserereignis.

bt05122017Bild: Entweder entlang der Nordseite des künftigen Beckens (weiße Pfeile), oder auf der Südseite (rote Pfeile) soll der künftige oberflächliche Abfluss der Traischbachs verlaufen.   Foto: Jahn

Bislang kann das Rohr maximal 2,2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten - künftig müssen es zehn Kubikmeter sein. Hinzu kommt die Forderung nach einer "ökologischen Durchgängigkeit" - sprich: Es muss zusätzlich ein oberirdisches vergleichsweise "ökologisches" Gerinne angelegt werden. Letztlich ist dieses für die hohen Kosten nur zu einem geringen Anteil verantwortlich: Im Raum steht ein Betrag von rund 300000 Euro. Dabei ist es nicht entscheidend, ob das Gerinne nördlich oder südlich des künftigen Beckens angelegt sein wird. Die Verdolung hingegen wird derzeit mit rund 1,6 Millionen Euro kalkuliert. Noch im Sommer war man von einer Million Euro ausgegangen.

Zwei Varianten für die Entwässerung stehen im Raum:

  • Sowohl Verdolung als auch offenes Gerinne entlang dem Südrand des Beckens.
  • Verdolung am Südrand und Gerinne am Nordrand, also unterhalb der Felsböschung. Hierfür müssten die Becken um zweieinhalb Meter nach Süden verlegt werden.

Beide Varianten sind grundsätzlich genehmigungsfähig, versicherte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Welche letztlich zum Tragen komme, werde von der Planung der beiden Schwimmbecken (Naturbad- und Chlorbecken) abhängen.

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2017-11-30 BNN

Künftig läuft Bach offen durch Waldseebad

Hochwasserschutz ist Thema im Gemeinderat

Von BNN Redaktionsmitglied
Thomas Dorscheid

Gaggenau. Zuletzt wurde hinter den Kulissen an der Zukunft des Waldseebads gearbeitet, jetzt wird das Thema wieder öffentlich: Am kommenden Montag wird in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats (Beginn um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses) die aktuelle Planung zum Hochwasserschutz im Bereich des Waldseebades vorgestellt. Zudem steht die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen an.

bnn30112017Bild: SEIT JUNI 2016 ist das Waldseebad geschlossen: Damals überflutete bei einem Starkregen der Traischbach die Anlage und hinterließ erhebliche Schäden. Ein ausreichender Hochwasserschutz ist somit für die Zukunft unabdingbar. Archivfoto: Mandic

Laut Sitzungsvorlage für die Gemeinderäte wird am Montag das mit einer Flussgebietsuntersuchung beauftragte Ingenieurbüro Wald & Corbe aufzeigen, wie die Hochwassergefährdung durch den Traischbach und seinen Seitenzufluss deutlich reduziert werden kann. So ist vor allem vorgesehen, die Traischbachverdolung deutlich zu erweitern: Von bisher DN 800 bis 1 000 im Durchmesser auf zukünftig DN 1 500 – das bedeutet fast eine Verdoppelung.

Im Einlaufbereich sei sogar ein Rohr DN 1 800 erforderlich. Am Parkplatz sei ein Rechteckprofil mit den Abmessungen 2,5 Meter Breite und 1,5 Meter Höhe vorgesehen. Der Seitenzufluss soll von derzeit DN 500 auf DN 1 200 vergrößert, also mehr als verdoppelt werden.

Bei Abstimmungsgesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde sei zudem die ökologische Durchgängigkeit des Traischbachs im Waldseebad nach Umsetzung des Hochwasserschutzes gefordert worden; ohnehin ist laut Sitzungsvorlage die ökologische Aufwertung des Gewässers eine Voraussetzung für Zuschüsse, auf die die Stadt hofft.

Letztlich sei die ökologische Durchgängigkeit im Bad nur durch einen offenen Bachlauf durch das Schwimmbadgelände zu erreichen und müsse gestalterisch in die Außenanlagen integriert werden, heißt es in der Vorlage.

Auch die Architekten- und Ingenieurleistungen sollen am Montag vergeben werden, nachdem die Verwaltung nach europaweiter Ausschreibung und vorgeschaltetem Teilnahme-Wettbewerb die Voraussetzungen geschaffen hat: Für den Naturbad-Teil des künftigen Mischbades soll das Büro Hardy Gutmann (Höchenschwand), für den Technikteil des Bades die IGP Ingenieurgesellschaft für Technische Ausrüstung (Pforzheim) beauftragt werden.

www.bnn.de

 


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