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Saison 2017

2017-05-13 BT

BT-Talblick            Talblick

Das Hoffen auf Ruhe

Ob sich in Sachen Gaggenauer Waldseebad ein Hickhack abzeichnet, darf dagegen zumindest bezweifelt werden. Selten wurden die Bürger in ein Projekt dieser Größenordnung so umfangreich einbezogen wie bei diesem Thema. So positiv dies vom Ansatz her ist, umso ernüchternder war die Resonanz auf zwei von insgesamt drei öffentlichen Bäderdialogen in der Jahnhalle. Nachdem bei der ersten Veranstaltung noch etliche Bürger teilnahmen, schrumpfte dieser Kreis bei der zweiten und dritten Information deutlich. Neben Kommunalpolitikern waren insbesondere Vertreter vom Freundeskreis Waldseebad und von den Schwimmsport treibenden Vereinen mit von der Partie.

Die Entscheidung, welcher Art das neue Waldseebad sein wird - ob wie bislang Naturbad oder ein Bad mit gechlortem Wasser (Technisches Bad) oder ein Mischbad (unterteilt in Natur- und Technisches Bad), soll am 29. Mai vom Gemeinderat in öffentlicher Sitzung entschieden werden. Auch die künftige Beckengröße wird dann festgelegt. Wie die Entscheidung im Gemeinderat auch ausfallen wird: Nicht alle Bürger werden wohl damit zufrieden sein. Zumal es in beiden Lagern (Naturbad, Technisches Bad) sowohl Kritiker als auch Befürworter gibt. Kritikern können die Verantwortlichen entgegen halten, dass diese sich beim Bäderdialog hätten einbringen können. Möglichkeiten genug hatte es ja gegeben. Ulrich Jahn

www.badisches-tagblatt.de

 

2017-05-11 GaWo 3. Bäderdialog

Naturbad, Chlorbad oder beide Bädervarianten an einem Standort?

gawo11052017 1Am 3. April 2017 hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen, kein Kombibad zu errichten, die Entscheidung über die Sanierung oder Verlagerung des Hallenbades zu verschieben und das Freibad am alten Standort zu belassen. Somit stand daraufhin nur noch die wesentliche Frage im Fokus, in welcher Form das Waldseebad künftig seine Badegäste empfangen wird. Gibt es weiterhin ein Naturbad wie zuvor, ein technisches Bad oder gar eine Kombination aus beiden Bädertypen.

Rege Beteiligung herrschte beim dritten Bäderdialog in der Jahnhalle. Fotos: StVw

Bevor sich bei der Bürgerversammlung am vergangenen Samstag ein reger Austausch der Zuhörer, vornehmlich Mitglieder des Freundeskreises Waldseebad, mit der Verwaltung und den anwesenden Experten über Vor- und Nachteile eines Natur- oder Chlorbades ergab, legte Urban Ronecker vom Ingenieurbüro Wald+Corbe dar, dass ein ausreichender Hochwasserschutz mit einem vertretbaren Aufwand realisierbar sei. Durch Austausch und Vergrößerung der Verdolung des Traischbaches und seiner Nebengewässer kann eine erneute Überschwemmung und ein Totalschaden wie im vergangenen Jahr nahezu ausgeschlossen werden. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Orth vom Karlsruher Ingenieurbüro für Bodenmechanik, Grundbau und Umwelttechnik erläuterte im Anschluss, dass eine wasserundurchlässige Schluff-Schicht zu den problematischen Verwerfungen am Becken des bisherigen Bades geführt habe. Mit Aufbringen einer Kiesschicht auf den bestehenden Beckenboden, wasserdurchlässigen Stützmauern aus Dränbeton sowie die Errichtung eines wasserableitenden Drainagesystems kann der Wasserstau nach Starkregen, das Ausschwemmen und Ausbuchten des Beckens grundsätzlich vermieden werden. Eine Erhöhung der Beckensohle führt zudem noch zu einem verbesserten Hochwasserschutz. Beide Maßnahmen werden zusammen auf rund 1,5 Mio. Euro veranschlagt.

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7 Jahre Freundeskreis Waldseebad e.V.

oder das verflixte 7. Jahr

12.05.2017 (FKW) - Die Entscheidung der Bäderfrage geht in die letzte Runde. Am 29. Mai erfahren dann die Gaggenauer, für welche Art Freibad sich Verwaltung und Gemeinderat festgelegt haben. Vorausgegangen ist ein intensiver Meinungsbildungsprozess mit Bürgerbeteiligung, welcher in der Geschichte Gaggenaus seines Gleichen sucht. Zufall oder Schicksal, der Freundeskreis Waldseebad feiert in diesen Tagen sein siebenjähriges Bestehen. Zeit, um zurückzublicken, was wir erreicht haben und wie unsere Zukunft aussieht.

2009 rief die Verwaltung interessierte Bürger zur Zusammenarbeit auf. Im einem „Workshop Waldseebad“ wurden unter der Leitung von BM Schäuble und OB Florus und Experten der Verwaltung Schwerpunktthemen und mögliche Lösungen erarbeitet. Aufgrund geringer Besucherzahlen und anhaltender schwindender Akzeptanz des Naturbads standen damals sogar Schließungsgedanken im Raum. In diesem Spannungsfeld hatte eine Handvoll engagierter Bürger den Mut sich für das städtisch betriebene Waldseebad ehrenamtlich einzusetzen. Dies führte am 12. Mai 2010 zur Gründung des Freundeskreises Waldseebad. Seither setzen wir uns mit sehr viel Herzblut für den Erhalt dieser einzigartigen Anlage ein.

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2017-05-11 GaWo Besuch Naturbäder

Verwaltung und Gemeinderat informieren sich über Naturbäder in Glatten und Trossingen

gawo11052017 7Im Naturerlebnisbad Glatten. Fotos: StVw

Freibadwetter war leider nicht angesagt und eisige Temperaturen verlockten nicht gerade zum Sprung ins Wasser, als Bürgermeister Pfeiffer mit Vertretern aus Wichtige Erkenntnisse für die anstehende Entscheidung im laufenden Bäderprozess konnten dennoch gewonnen werden. Beide Bäder sind etwa halb so groß wie das Waldseebad und befanden sich gerade in der Vorbereitungsphase auf die kommende Badesaison verbunden mit der Hoffnung, die Sonne möge alsbald viele Badegäste ins Freie locken. Die erste Station führte die Gaggenauer Delegation in das 2010 eröffnete Naturerlebnisbad Glatten. Dort erläuterte Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer die Vorzüge des örtlichen Naturbades, das von einem Verein betrieben wird. Als problematisch erweist sich der hohe Phosphatgehalt des Wassers und die damit einhergehende Algenbildung. Um einen gepflegten und einladenden Zustand zu erreichen, ist daher ein sehr hoher Reinigungsaufwand erforderlich, der nur durch den Einsatz ehrenamtlicher Helfer bewältigt werden kann.

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 Im Naturbad Troase in Trossingen. Fotos: StVw

Die gleiche Problematik zeigte sich beim seit 2005 von der Stadt betriebenen Naturbad "TROASE" in Trossingen. Auch hier gibt es starke ehrenamtliche Unterstützung, insbesondere kümmert sich ein Förderverein um die Errichtung zusätzlicher Attraktionen rund um das Naturbad. Probleme aufgrund von Krankheitserregern sind in beiden Bäder nicht vorhanden. Die Reinigung der Becken und die Algenbeseitigung stellen die größte Herausforderung dar, kann aber mit entsprechenden Arbeitsaufwand gut bewältigt werden. Beide Bäder hinterließen optisch einen sehr guten Eindruck. In der Bevölkerung ist eine hohe Identifikation vorhanden und zeigt sich an den steigenden Besucherzahlen. Eindrucksvoll war, dass man mit zusätzlichen Elementen wie Kiesstrand mit Seilbahn oder Bergrutsche ein sehr attraktives Bad gestalten kann. Auch in dieser Hinsicht nahmen die Gaggenauer unabhängig von der Frage nach dem Bädertyp einige Ideen mit nach Hause.

Quelle: GaWo 43. Jahrgang Nr. 19/2017 11. Mai 2017

 


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