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Presse

2018-03-08 BT

Millionenurteil in Bayern gegen den Waldseebad-Planer

Algenprobleme im Naturbad: Gemeinde Bad Abbach will Schadenersatzforderung gegen Rainer Grafinger durchsetzen

Von Thomas Senger

Gaggenau - Der Planer des alten Naturbads Waldseebad muss an die Gemeinde Bad Abbach wegen Planungsfehlern beim Bau des dortigen Naturbads eine Million Euro zahlen. Dies berichtet die Mittelbayerische Zeitung. Das Beweissicherungsverfahren der Stadt Gaggenau gegen Rainer Grafinger ist hingegen noch nicht beendet. Bürgermeister Michael Pfeiffer meinte zu dem Stand vor dem Verwaltungsgericht Baden-Baden: "Wir sind auf der Zielgeraden." Er hoffe auf einen Abschluss dieses Verfahrens noch in diesem Jahr.

Dann wisse man, wie hoch die Schadenersatzforderung sein werde. Diese wiederum wird wohl ebenfalls erstritten werden müssen.

Wie üblich müssen Ersatzforderungen an eine Versicherung herangetragen werden. Doch Gaggenau wird nicht die erste Kommune sein, die mit dem Wunsch nach Schadenersatz an diese Versicherung herantreten wird: Die Mittelbayerische Zeitung berichtete in ihrer Montagausgabe, dass das Gerichtsverfahren um das Naturbad "Inselbad" in Bad Abbach beendet sei. Auch dort ist Rainer Grafinger involviert. Das Blatt zitiert den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde, Christian Hanika: Bei 1,6 Millionen Euro liege der Schaden, der entstanden ist. Es sei festgestellt worden, dass das Wasser zwischen den Schwimmbecken und dem Regenerationsbecken in dem 2007 eröffneten Naturbad nie richtig zirkuliert ist.

Zu Lasten des Planers Rainer Grafinger sei eine Million Euro des verursachten Schadens angesetzt worden, berichtet die "Mittelbayerische" weiter. Diesen Betrag werde die Kommune von Grafinger einfordern. Der Rest falle unter den Begriff "Sowieso-Kosten", also Kosten, die der Kommune sowieso entstanden wären. Allerdings, so die Zeitung unter Berufung auf den stellvertretenden Bürgermeister: "Grafinger sei mehrfach verklagt worden, denn anderen Gemeinden gehe es genauso wie der Marktgemeinde Bad Abbach." Der stellvertretende Bürgermeister Christian Hanika bestätigte im BT-Gespräch den Inhalt des Zeitungsartikels.

Die Situation im Inselbad in Bad Abbing ähnelt der des Waldseebads vor der Schließung im Juni 2016: "Zum Teil ist der Untergrund im Bad extrem glitschig. Zum Beispiel an den Rampen, die ins Wasser führen. Solange das Verfahren lief, habe man aus Gründen der Beweissicherung nichts verändern dürfen, erläuterte der stellvertretende Bürgermeister", berichtet die "Mittelbayerische". Gleichwohl ist man in der Gemeinde zuversichtlich, bis zum Sommer einen Badebetrieb gewährleisten zu können.

Rainer Grafinger sagte auf BT-Anfrage zum Thema Bad Abbach: "Fakt ist, dass es dort vor vielen Jahren ein Problem gab. Dies wurde per Gutachter und Gericht gelöst. Die Sache ist eine Angelegenheit der Versicherung, die dies regelt."

Zum Waldseebad-Streit äußerte Grafinger, "dass sich leider ein Gegner des Naturbades durchgesetzt hat und die Politik sich weichklopfen ließ und daher der Weg des Gerichtsweges gegangen wurde. Das Bad funktionierte eigentlich gut. Das Problem war der Pflegeaufwand, der von den Betreibern wohl unterschätzt wurde."

www.mittelbayerische.de

http://www.bad-abbach.de/de/kultur-freizeit/freizeit/inselbad/

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2018-02-24 BT

"Naturbad-Unterstützung" aus Satzung gestrichen

Freundeskreis Waldseebad ändert Paragraf zum Vereinszweck

Gaggenau (hap) - Beim Verein Freundeskreis Waldseebad herrscht Kontinuität: Alle Vorstandsposten wurden bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend einstimmig bestätigt. Hinter den Kulissen lief das Vereinsleben trotz geschlossenem Bad in ruhigem Fahrwasser weiter. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen sei dafür ein deutliches Zeichen, betonte Vorsitzende Sabine Arnold. Lediglich drei Austritte musste man im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnen. Der Verein hat aktuell 177 Mitglieder.

Das Naturbad ist seit Juni 2016 wegen eines Hochwasserschadens geschlossen. Nach einer umfangreichen Erforschung des Meinungsbilds mit Umfragen und zwei Bürgerdialog-Veranstaltungen haben sich Verwaltung und Gemeinderat entschlossen, das Bad in Mischform mit Naturbadbecken und ergänzt durch ein technisch aufbereitetes Becken für die Springer am bewährten Standort wiederzueröffnen.

Wie Bürgermeister Michael Pfeiffer der Versammlung berichtete, sind die Planungen für beide Gewerke inzwischen bei den beauftragten Büros im Gange. Er brachte dabei zum Ausdruck, dass eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Planungsbüros und der Stadtverwaltung stattfinde. Im Moment habe allerdings der erforderliche Hochwasserschutz Priorität. So müssen die Rohre des verdolten Bachs im Durchmesser erweitert werden. Gleichzeitig wird aus Gründen der ökologischen Durchlässigkeit in Zukunft die Entwässerung bei normalem Wasserstand durch ein offenes Fließgewässer erfolgen, das in die Bad-Anlage integriert werden muss.

Als Zeichen des Einverständnisses mit dieser Entwicklung kann die beschlossene Satzungsänderung des Freundeskreises betrachtet werden. Die Versammlung hat einstimmig den Begriff "Unterstützung eines Naturbads" in Paragraf 2 (Vereinszweck) durch den Begriff "Unterstützung des Waldseebads" ersetzt.

Der Sanierungs-Zeitplan sieht laut Pfeiffer wie folgt aus: Vorlage der Entwürfe noch im ersten Halbjahr 2018, Beschlussfassung im darauffolgenden Spätherbst, Frühjahr 2019 Baubeginn, Wiederinbetriebnahme im Frühjahr 2020.

Der Freundeskreis wird am 17. März von 10 bis 14 Uhr einen Workshop für Mitglieder und interessierte Bürger zur weiteren Beteiligung an den Planungen veranstalten. Zur Teilnahme sei besonders auch die Jugend aufgefordert. Zum aktuellen Stand des Schadensersatzverfahrens teilte Pfeiffer mit, dass derzeit durch einen Gutachter die Höhe der Forderungen gegen den Planer des Naturbads ermittelt werden.

www.badisches-tagblatt.de

 

2018-03-03 BT

"Eine Rutsche für die Jugend"

Workshop zum künftigen Waldseebad

Gaggenau (tom) - Der Freundeskreis Waldseebad lädt zum Workshop. "Wie wird es aussehen, unser neues Freibad? Was ist für sie/euch wichtig? Welche Ansprüche haben Kinder, Familien und Senioren an das neue Bad?" Diese und weitere Fragen können diskutiert werden. Sabine Arnold (Foto: av) ist Vorsitzende des Freundeskreises. Mit ihr sprach Thomas Senger.workshop

BT: Frau Arnold, warum dieser Workshop?

Sabine Arnold: Wir möchten erfragen, was die Leute, die immer ins Waldseebad gegangen sind, daran geschätzt haben. Ein Rentner hat sicher andere Bedürfnisse als eine Familie mit kleinen Kindern. Es hieß ja, dass der Verein in die Detailplanungen einbezogen wird. Da wollen wir Ideen sammeln, da nicht jeder bei den Sitzungen dabei sein kann.

BT: Was geschieht mit der Ideensammlung?

Arnold: Wenn die Arbeitsgruppe mit Stadtverwaltung und Gemeinderat zustande kommt, wollen wir dort die Ergebnisse einfließen lassen.

BT: Was liegt dem Verein besonders am Herzen?

Arnold: Dass das Bad so schnell wie möglich fertig wird! Uns wäre 2019 lieber als 2020. Aber das können wir uns wohl abschminken. Auf jeden Fall wünschen wir eine Rutsche für die Jugend und im Bereich bei den Sportplätzen ein Toilettenhäuschen. Das ist gerade für Familien mit kleinen Kindern wichtig und wurde immer wieder bei Umfragen genannt.

BT: Einen genaueren Zeithorizont haben Sie nicht?

Arnold: Nein, aber wir sind optimistisch, dass es bald vorangeht. Die beiden Planer haben mit der ersten Vorplanung begonnen.

Für den Workshop am Samstag, 17. März, von 10 bis 14 Uhr im Vereinsheim der Stadt wird um Anmeldung gebeten bis Mittwoch, 14. März, an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder (0176) 96087370. Je nach Teilnehmerzahl werden Gruppen gebildet. Danach wird jede Gruppe ihr Thema kurz vorstellen, zum Schluss wird alles in einer Maßnahmenliste zusammengefasst.

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2018-02-24 BNN

„Neues“ Waldseebad soll 2020 öffnen

Pfeiffer beim Freundeskreis: Büro Grafinger soll Schadenersatz leisten / Kontinuität im Vorstand

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau. „Saisonbeginn des Waldseebades ist in 814 Tagen“. So stand es jedenfalls auf der Website des Freundeskreises Waldseebad, der am Donnerstagabend zur Mitgliederversammlung ins „Christophbräu“ eingeladen hatte. Laut Bürgermeister Michael Pfeiffer ist die Eröffnung des umgebauten Waldseebades 2020 geplant. Während der Versammlung machte Pfeiffer auch deutlich, dass man von dem Begriff „Mischbad“ wegkommen wolle. „Es ist unser Waldseebad“, sagte der Gaggenauer Baubürgermeister. „Diese Marke sollten wir mit neuem Leben erfüllen“, betonte Pfeiffer.

bnn24022018DAS WALDSEEBAD VOR DEM UMBAU: In diesem Jahr werden die Hochwasserschutzmaßnahmen teilweise umgesetzt, dann kann die Neugestaltung des Bades erfolgen. Foto: Bracht

Der Bürgermeister teilte mit, dass die Hochwasserschutzplanung fertig sei und das Genehmigungsverfahren eingeleitet werde. Die Hochwasserschutzmaßnahmen würden in diesem Jahr bereits teilweise durchgeführt. Der Bach, der durch das Badgelände fließt, werde geöffnet, damit entstehe ein kleiner Wasserlauf im Randbereich. Dies sei mit den Planern abgestimmt. Allerdings wolle man Hochwasser nicht über das offene Gewässer abführen, dies erfolge unterirdisch. Pfeiffer sprach von einer „tollen Sache“. Nach seiner Aussage werden noch im ersten Halbjahr die ersten Entwürfe von den beiden beauftragten Büros vorgelegt, bis zum Herbst würden die Planungen zum Abschluss gebracht.

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