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Start News Saison 2017 2017-11-30 BNN

2017-11-30 BNN

Künftig läuft Bach offen durch Waldseebad

Hochwasserschutz ist Thema im Gemeinderat

Von BNN Redaktionsmitglied
Thomas Dorscheid

Gaggenau. Zuletzt wurde hinter den Kulissen an der Zukunft des Waldseebads gearbeitet, jetzt wird das Thema wieder öffentlich: Am kommenden Montag wird in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats (Beginn um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses) die aktuelle Planung zum Hochwasserschutz im Bereich des Waldseebades vorgestellt. Zudem steht die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen an.

bnn30112017Bild: SEIT JUNI 2016 ist das Waldseebad geschlossen: Damals überflutete bei einem Starkregen der Traischbach die Anlage und hinterließ erhebliche Schäden. Ein ausreichender Hochwasserschutz ist somit für die Zukunft unabdingbar. Archivfoto: Mandic

Laut Sitzungsvorlage für die Gemeinderäte wird am Montag das mit einer Flussgebietsuntersuchung beauftragte Ingenieurbüro Wald & Corbe aufzeigen, wie die Hochwassergefährdung durch den Traischbach und seinen Seitenzufluss deutlich reduziert werden kann. So ist vor allem vorgesehen, die Traischbachverdolung deutlich zu erweitern: Von bisher DN 800 bis 1 000 im Durchmesser auf zukünftig DN 1 500 – das bedeutet fast eine Verdoppelung.

Im Einlaufbereich sei sogar ein Rohr DN 1 800 erforderlich. Am Parkplatz sei ein Rechteckprofil mit den Abmessungen 2,5 Meter Breite und 1,5 Meter Höhe vorgesehen. Der Seitenzufluss soll von derzeit DN 500 auf DN 1 200 vergrößert, also mehr als verdoppelt werden.

Bei Abstimmungsgesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde sei zudem die ökologische Durchgängigkeit des Traischbachs im Waldseebad nach Umsetzung des Hochwasserschutzes gefordert worden; ohnehin ist laut Sitzungsvorlage die ökologische Aufwertung des Gewässers eine Voraussetzung für Zuschüsse, auf die die Stadt hofft.

Letztlich sei die ökologische Durchgängigkeit im Bad nur durch einen offenen Bachlauf durch das Schwimmbadgelände zu erreichen und müsse gestalterisch in die Außenanlagen integriert werden, heißt es in der Vorlage.

Auch die Architekten- und Ingenieurleistungen sollen am Montag vergeben werden, nachdem die Verwaltung nach europaweiter Ausschreibung und vorgeschaltetem Teilnahme-Wettbewerb die Voraussetzungen geschaffen hat: Für den Naturbad-Teil des künftigen Mischbades soll das Büro Hardy Gutmann (Höchenschwand), für den Technikteil des Bades die IGP Ingenieurgesellschaft für Technische Ausrüstung (Pforzheim) beauftragt werden.

www.bnn.de

 

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